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Menschen mit Migrationshintergrund

Personen, die selbst oder deren Eltern aus einem anderen Staat nach Deutschland zugewandert sind, werden als Gesamtgruppe Personen mit Migrationshintergrund genannt.


Beim Migrationshintergrund wird dabei nach der Definition des Statistischen Bundesamtes auf das Konzept einer innerfamiliären Migrationserfahrung Bezug genommen. Demnach werden als Personen mit Migrationshintergrund folgende Personengruppen gefasst:

  • Alle nach 1949 nach Deutschland Zugewanderten, also Personen mit eigener Migrationserfahrung.
  • Alle Personen, die in Deutschland geboren wurden, aber keine deutsche Staatsangehörigkeit haben.
  • Außerdem alle in Deutschland Geborenen mit zumindest einem zugewanderten Elternteil oder einem Elternteil ohne deutsche Staatsangehörigkeit.

Seit dem Jahr 2005 werden im Rahmen des Mikrozensus vom Statistischen Bundesamt die Daten entsprechend dieser Unterscheidung differenziert erhoben. Viele Daten in Deutschland werden aber bisher trotzdem nur nach „deutsch“ und „nicht-deutsch“ differenziert, wie z. B. für die amtliche Bildungsstatistik. Dadurch werden Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit und eigenem oder innerfamiliärem Migrationshintergrund nicht erfasst.


Hinsichtlich der sozialen und arbeitsmarktlichen Integration von Migrant*innen bestehen Geschlechterunterschiede, und es müssen verschiedene Entwicklungen für verschiedene Altersgruppen und Arten von Migrationshintergrund beachtet werden.

Laut der im Jahr 2018 veröffentlichten Pisa-Sonderauswertung schneiden Schüler*innen mit Migrationshintergrund in der Schule nach wie vor generell schwächer ab, obwohl sie sogar eine höhere Schulmotivation als Schüler*innen ohne Migrationshintergrund aufweisen. Faktoren sind sprachliche Probleme, ein vergleichsweise niedriger Bildungsstand der Herkunftsfamilie und ein Schulsystem, welches soziale Unterschiede eher verstärkt als ausgleicht.

Dennoch gibt es einen positiven Trend bei den erreichten Schulabschlüssen, der sich im Hinblick auf die berufliche Bildung aber bislang nicht adäquat auszahlt. So gestaltet sich der Übergang von der Schule in die berufliche Bildung für junge Menschen mit Migrationshintergrund auch dann schwieriger als für Deutsche ohne Migrationshintergrund, wenn sie über einen vergleichbaren Abschluss verfügen.

Da ein großer Teil der Migrant*innen zudem keine berufliche Ausbildung hat, sind sie in der Folge auf dem Arbeitsmarkt schlechter integriert. Das trifft auf Frauen in noch viel höherem Maße zu als auf Männer. Zudem zeigt sich analog zu Deutschen ohne Migrationshintergrund eine vertikale und horizontale Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt.

 

! Sie finden hier zu vier Bereichen Hinweise auf regelmäßig aktualisierte Daten und themenbezogene Studien im Kontext Migrationshintergrund:

Bevölkerung

Allgemeine Bildung

Berufliche Bildung

Arbeitsmarkt

 


In der Materialsammlung zum Querschnittsziel "Antidiskriminierung" finden Sie weiterführende Berichte, Studien und Fachbeiträge zum Thema Migrationshintergrund.

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