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Klima und Energie

Der Klimaschutz und die sichere, umweltverträgliche Energieversorgung sind globale Herausforderungen, denen auf der EU- und der nationalen Ebene mit unterschiedlichen Maßnahmen, Aktionsprogrammen und -plänen sowie Strategien zu mehr erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz und weniger Treibhausgasen begegnet werden soll.

Die Entwicklung in den Bereichen Energie und Klima wird durch verschiedene (internationale) Agendaprozesse abgebildet. Eine Vielzahl von Institutionen befasst sich mit der Erhebung und Bereitstellung von Daten und Statistiken.
Die Indikatorenbereiche zu Klimawandel und Energie der Nachhaltigkeitsziele (SDGs Nr. 7 und 13) werden regelmäßig durch Eurostat veröffentlicht (vgl. Monitoring Report zu den SDGs, Europäische Union, 2018).
Die aktuellen Daten zur Umsetzung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie in den Bereichen Energie und Klima werden alle zwei Jahre vom Statistischen Bundesamt in den Indikatorenberichten bereitgestellt, zuletzt 2018.


Die Bereiche Klima und Energie spielen in der Strategie Europa 2020 eine prominente Rolle und sind dort durch das Kernziel 3 verankert. In der Förderperiode 2014–2020 soll auch durch den ESF zur Umsetzung des Kernziels 3 „Reduzierung der Treibhausgasemissionen, Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und Steigerung der Energieeffizienz“ beigetragen werden. Dafür wurden jeweils Zielzahlen vorgegeben:

  • Verringerung der Treibhausgasemissionen um 20 Prozent gegenüber 1990 (oder sogar um 30 Prozent, sofern die Voraussetzungen hierfür gegeben sind),
  • Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 20 Prozent sowie
  • Steigerung der Energieeffizienz um 20 Prozent.

Für Deutschland wurden die Ziele bis zum Jahr 2020 angepasst:

  • Verringerung der Treibhausgasemissionen um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990,
  • Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 18 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs und
  • Steigerung der Energieeffizienz um 20 Prozent gemessen am Primärenergieverbrauch, der bis 2020 um 20 Prozent sinken soll (vgl. Partnerschaftsvereinbarung).

Auch wenn in den Bereichen Klima und Energie bereits Fortschritte zu verzeichnen sind, so zeigen die Zahlen, dass für die Zielerreichung noch einiges zu tun ist. Im Jahr 2012 waren die Treibhausgasemissionen zwar um 25,6 Prozent geringer als 1990, aber von 2011 zu 2012 wurde wiederum ein Anstieg der Treibhausgasemissionen um 1,6 Prozent gemessen. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch lag im Jahr 2012 bei 12,6 Prozent. Der Primärenergieverbrauch hat sich gegenüber 2008 um 2,1 Prozent reduziert (vgl. ebd.).


Für den ESF wird im Operationellen Programm des Bundes zudem darauf aufmerksam gemacht, dass in der Förderperiode 2014–2020 auch das Europa 2020-Ziel 1, die Beschäftigungsquote bei den 20- bis 64-Jährigen auf 75 Prozent anzuheben, nur erreicht werden kann, „wenn dabei den Herausforderungen des Klimawandels sowie der wachsenden Bedeutung der Energie- und Ressourceneffizienz Rechnung getragen wird.” (OP, S. 16f.).

Im Rahmen der für den ESF ausgewählten Investitionsprioritäten soll zu den thematischen Zielen 4–6 beigetragen werden. Das thematische Ziel 4 hat die Reduzierung der CO2-Emissionen in allen Bereichen der Wirtschaft zur Aufgabe und das thematische Ziel 5 die Förderung der Anpassung an den Klimawandel sowie der Risikoprävention und des Risikomanagements. In Bezug auf den ESF geht es hierbei um die „Unterstützung des Umstiegs auf eine CO2-arme, dem Klimawandel standhaltende, ressourceneffiziente und umweltverträgliche Wirtschaft durch die Verbesserung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung, die für die Anpassung von Kompetenzen und Qualifikationen, die Höherqualifizierung der Arbeitskräfte und die Schaffung von Arbeitsplätzen in den Bereichen Umwelt und Energie notwendig ist […].“ (ESF-Verordnung, Art. 3 Abs. 2).


! Hier finden Sie Literatur- und Statistikhinweise, die Daten zum Themenbereich "Klima und Energie" enthalten:

Basisdaten zu Klima und Energie

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